Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Das Verhalten im Raum-Zeit-Kontinuum unter den Kolleginnen und Kollegen ist höchst verschieden. Manche bewältigen 90 Prozent ihrer Recherchen vom Schreibtisch aus, andere scheinen größeren Wert auf realphysischen Kontakt zu legen, und bei Florian Obkircher muss man sowieso davon ausgehen, dass er an zwei Orten gleichzeitig präsent zu sein vermag. Sebastian Fasthuber wiederum sitzt ab spätestens 7.30 Uhr vor dem Laptop – schreibend, Artikelangebote versendend, auf Arbeitsaufträge und Marschbefehle wartend. Der Weekend-Kurztrip nach Berlin, unternommen zu dem Zwecke, berühmte Autoren zu treffen und das Interview vor deren Wien-Auftritt ins Blatt zu rücken, hat schon Tradition: Im letzten Jahr war Paul Auster dran, diesmal ist es Colum McCann (siehe S. 27), den Fasthuber übrigens im Gehen in einem Charlottenburger Park interviewt hat.

Ein Wort der Klärung ist hier auch noch fällig, denn entgegen der letztwöchigen Andeutung ist durchaus nicht die gesamte männliche Politikredaktion versteinert, sondern Stefan Apfl ist ganz klar Beatles, weswegen ich mich das nächste Mal wieder lieber auf meine Menschenkenntnis verlasse, als auf die von Kollegen. Vor ziemlich genau zehn Jahren hat übrigens Robert Rotifer, dessen Sohn Oskar gerade Wunderdinge im Beatles Rock Band Game vollbringt (Näheres auf fm4.orf.at), die Beatles/Stones-Dichotomie bis ins letzte Detail ausgeleuchtet: „Jockey-Slips – Beatles, Boxer-Shorts – Stones. Wechselbundesstraße – Beatles, Westautobahn Höhe Amstetten – Stones. O-Wagen – Beatles, U1 – Stones.“


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