Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

... dass die neue U-Bahn-Polizei sehr fleißig ist. Aufgrund von „Beobachtungen und Strukturermittlungen“ hat die Polizei Anfang September etwa 100 Beamte extra in den Wiener Untergrund geschickt, um dort für mehr Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Es sind ja auch bald Wahlen. In den ersten zwei Septemberwochen wurden bereits 144 Verdächtige festgenommen. Verbotene Waffen und Suchtmittelhandel waren der Hauptgrund.

… dass der Rudolfspark im ersten Bezirk in neuem Glanz erstrahlt. 420.000 Euro hat sich die Stadt die Renovierung kosten lassen. Kernneuerung ist aber nicht im Park, sondern drumherum: Ein (auf zwei Meter irgendwie sehr seltsam aufgestockter) Metallzaun umschließt das Areal, um nächtliche Besucher wie trinkende Jugendliche oder andere böse Buben und Mädchen auszusperren. Die Grünen kritisieren das Projekt als „Geldverschwendung und nicht als Lösung“.

… dass der Wiener gerne zu Fuß geht. Zumindest laut einer „Studie“ sind 82 Prozent der Wiener für einen Teil ihrer Wege zu Fuß unterwegs. Auch die Öffis werden gern genutzt: 65 Prozent sind hier regelmäßig anzutreffen. 42 Prozent kämpfen sich mit dem Auto durch den Stadtverkehr. Rad fahren die Wiener ungern. Immer noch nur 13 Prozent legen jährlich immerhin etwa 263 Millionen Radkilometer zurück, sollte sich das nicht ändern?

... dass Nichtdiskriminierung von Homosexuellen Anlass zum Feiern ist. Diskriminierung zu verurteilen ist eine Sache, Nichtdiskriminierung zu feiern eine andere. IBM feiert „25 Jahre Nichtdiskriminierung bei IBM“. Das Unternehmen setzt sich seit 25 Jahren für „Diversity“ in der Gesellschaft ein, lange bevor es den Begriff überhaupt gab.


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