Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Wien Mitte/Süd: die Naschmarkthallenjahre

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Wien ist nicht Paris. Die Markthalle in Wien-Mitte konnte man nie mit Les Halles vergleichen, und das, was sich da jetzt rund um die Stätten der ehemaligen Handelsplätze kulinarisch abspielt, auch nicht. Ist halt so. Immerhin blüht nach der ersatzlosen Streichung des wichtigsten Fleischmarktes 2008 wieder ein bisschen was nach: Vor kurzem etwa kehrte das Delikatessengeschäft Vidoni – seit 1904 am Landstraßer Markt ansässig, der Bahnhof Wien-Mitte diente damals als Vertriebszentrale der in Debrecen hergestellten Vidoni-Salami – wieder in die Invalidenstraße zurück.

Vidoni ist wieder da

Ein Jahr versuchte man’s in der Alser Straße, wurde dort aber nicht so recht froh (das Geschäft wird demnächst ein Suppenlokal). Darüber, dass der Vidoni seine etwa 50 Käsesorten (alter Gouda!), ebenso viele Würste und Schinken sowie die eigens aus Belgien importierten Pasteten wieder hier verkauft, seien Mannschaft

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