Basics

Grundkurs Kochen (50)

Stadtleben | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Kriegt die/der Liebste ein Omelett, geht’s vielleicht sogar ins Bett

Es gibt ja so Gerichte, von denen wird behauptet, dass man sie auch anbieten könnte, wenn man gar nichts im Haus hat und überraschend Gäste kommen. Erstens: Wann kommen heutzutage noch Überraschungsgäste zum Essen? Und zweitens hat man doch immer etwas im Haus. Eier zum Beispiel. Deshalb rufen wir auch nicht den Pizzaservice, wenn jemand „Hunger!“ schreit, sondern machen eine Eierspeis, die wir elegant Omelette nennen wollen.

Pro Person und Omelette verquirlen wir 2 Eier mit 2 TL Wasser und einer Prise Salz. Nicht zu lange herumquirlen, sonst saugt die Masse später beim Braten zu viel Fett auf. Wer’s ganz besonders luftig mag, trennt Eigelb und Eiweiß, schlägt Letzteres zu Schnee steif und gibt ihn unter die verquirlte Eigelbmasse. In einer (beschichteten) Pfanne etwas Butter heißmachen, Eimasse dazugeben, wenn vorhanden einen Deckel auf die Pfanne und circa fünf Minuten bei schwacher Hitze stocken lassen. Ist die Oberseite noch fast flüssig, die Unterseite schon fest (aber nicht braun!), ist die Omelette fertig. Von zwei Seiten her übereinander einschlagen und auf einen (vorgewärmten) Teller stürzen. Die Einschlagseiten sollten dabei unten zu liegen kommen.

Falls der Kühlschrank noch mehr hergibt und die Gäste besonders nett sind, kann man vor dem Einschlagen noch geriebenen Käse auf die Omelette geben, vielleicht auch etwas Schinken, Schnittlauch oder kleingeschnittenes Gemüse. Und wenn man richtig gut war, kommt man aus der Küche gar nicht mehr heraus. CW


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige