Am Bauplatz

Steiermark | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Wie sich das herbstliche Graz mit Kunst füllt. Und was die Kunst kann, wenn alles gleich und gültig ist

Reportage: Thomas Wolkinger

Wer sich dieser Tage in die City wagt, gewinnt den Eindruck einer belagerten Stadt. Kaum ein Quadratmeter, an dem nicht gerade Arbeitstrupps in Blaumann das nächste Großereignis – vom Steirerfest zum Kunsthandwerksmarkt – vorbereiteten, das die Stadtbewohner ein bisschen glücklicher machen soll. Und mittendrin: die Kunst – Skulpturen, Platzgestaltungen, Brunnen, die den Stadtraum über die letzten Jahrzehnte angereichert haben und inzwischen oft die Patina des Historischen tragen (siehe auch S. 42).

„In Graz ist es schon extrem. Man kommt oft kaum noch durch die Straßen in der Innenstadt. Und manchmal stehen da Dinge, von denen man gar nicht weiß, was sie eigentlich sollen.“ Das sagt Sabine Breitwieser, frühere Direktorin der Generali Foundation, die gerade für den steirischen herbst die Stadt durchforstet hat, um Standorte für „Utopie und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige