Auf dem Gebetsteppich bleiben

Steiermark | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Islam persönlich: Rimini Protokolls Doku-Theater mit „Radio Muezzin“ im steirischen herbst

Vorbericht: Christopher Wurmdobler

Domino spielen oder auf dem Boden liegen mögen Muezzine offenbar nicht. Zumindest nicht vor Publikum. Aber sonst geben die vier Herren aus Ägypten, die im Zentrum der Theater-Doku „Radio Muezzin“ stehen, gerne Auskunft. Und rufen auf der Bühne zum Gebet. Auch wenn im Zuschauerraum nur „Ungläubige“ sitzen.

Was bei uns die Kirchenglocken sind, ist in arabischen Ländern der Ruf der Muezzine von den Minaretten der Moscheen. Doch der Azhan, der Gebetsruf des Islam, steht nur vordergründig im Zentrum des dokumentarischen Theaterabends „Radio Muezzin“ von Rimini Protokoll. Tatsächlich geht es um eine religiöse Kultur abseits von Weltpolitik und Hasspredigt. Nähergebracht von vier sehr unterschiedlichen Muezzinen aus Ägypten, tiefgläubigen Dienern ihrer Religion.

Das Theater von Rimini Protokoll muss man sich so vorstellen: Echte Menschen, keine Schauspieler


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