Die Dokumentation „Muezzin“ begleitet drei Standesvertreter beim türkischen Gebetsrufwettbewerb

Steiermark | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Bericht: Tiz Schaffer

Der Beruf des Muezzin hat mich schon immer fasziniert“, sagt Sebastian Brameshuber auf die Frage, was ihn veranlasst hat, drei Muezzine während eines Wettbewerbs zu begleiten, an dem Gebetsrufer aus der ganzen Türkei teilnahmen. Das und seine Liebe zum HipHop. Protagonisten wie Brand Nubian oder Mos Def sind für ihre Nähe zum Islam bekannt. Mit HipHop an sich hat die Dokumentation, an der der 27-jährige in Wien und Istanbul lebende Filmemacher über zwei Jahre lang gearbeitet hat, natürlich wenig zu tun. Allerdings lassen sich überraschende Parallelen zum westlichen Celebritytreiben ausmachen.

Selbst wenn die Türkei und vor allem Istanbul so weit säkularisiert sind, dass Popstars wie üblich auch diesem Genre entspringen, so genießen die Gebetsrufer in gewissen Kreisen hohes Ansehen. Und um dieses Ansehen wird im Gebetsrufwettbewerb gekämpft, da geht es nicht weniger eitel zu als bei Starmania. Einer der porträtierten Muezzine ist nach seinem Ausscheiden


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