In einem engen Tal

Steiermark | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Bürgermeister Walter Hubner will mit einem Schubhaftzentrum seine Gemeinde retten

Porträt: Donja Noormofidi

Was Bürgermeister Walter Hubner über seine Gemeinde erzählt, eignet sich nicht gerade als Text für eine Tourismusbroschüre: Die Winter im obersteirischen Vordernberg seien rau, die Passstraße zuweilen drei Tage nicht passierbar und ab 16 Uhr scheine am Hauptplatz keine Sonne mehr. Hubner hat deshalb gar nicht erst versucht, im großen Stil Betriebe nach Vordernberg zu locken: „Wir sind in einem engen Tal, rechts und links gehen die Böschungen und die Berge hinauf – wer kommt hierher?“ Trotzdem gibt es für ihn auch schöne Seiten an Vordernberg, wie die alte Bausubstanz der Häuser, die an die Blütezeit der Bergbaugemeinde erinnern, wo einst das am Erzberg abgebaute Erz zu Roheisen geschmolzen wurde, und die Freundlichkeit der Menschen, die selbst Hubner als „Zuagroasten“ mit offenen Armen aufgenommen hätten.

Deswegen, sagt der Bürgermeister, lohne es sich, für


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