Tipps Pop

„Don’t hesitate! Join the angst-parade!“

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Im Wiener Exil haben sich die fünf Burgenländer Ja, Panik in den letzten Jahren von aufgeweckten Indierock-Buben zur aufregendsten deutschsprachigen Rockband des Landes entwickelt. Ihr zweites Album „The Taste and The Money“ euphorisierte auch das deutsche Intellektuellenpopblatt Spex, soeben ist mit „The Angst and The Money“ ein fulminanter Nachfolger erschienen: Das inzwischen nach Berlin weitergezogene Quintett um den Sänger, Texter und Gitarristen Andreas Spechtl präsentiert sich darauf als Meister des Zitats und der Collage, wobei, und darin liegt Ja, Paniks eigentlicher Reiz, das Song gewordene Ergebnis bei allen eingebauten Brüchen und doppelten Böden eben nicht in erster Linie zum Diskurs nötigt, sondern vielmehr zum sofortigen Griff zur Luftgitarre anregt. Von wegen: „You can tell me a thousand times it’s better to be patient. I’ll tell you in return: Don’t hesitate, join the angst-parade!“ Den Support beim Wiener Plattenpräsentationskonzert bestreitet Tex Rubinowitz’ Band Mäuse.

Flex, Fr 20.00


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