Tipps Pop

Windmill: Reise in die Zukunft der Vergangenheit

Lexikon | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Matthew Thomas Dillon war als Kind zu Besuch im EPCOT Center in Florida, einem futuristischen Themenpark im Rahmen der Disney World. An sich nichts Besonderes, wäre der junge Engländer unter dem Pseudonym Windmill nicht Musiker der Neigungsgruppe Liedermachertum mit ausgeprägter Leidenschaft für Pop-Opulenz. Als solcher entsann er sich auf der Suche nach einem Leitthema für ein neues Album des kindlichen Ausflugs in jene Zukunft, die Disney in der Vergangenheit imaginiert hatte. Heraus kam die Herzensmassage „Epcot Starfields“, ein Stück für Stück im Alleingang zuhause erarbeitetes, dabei aber in der Pracht eines voll besetzten Pop-Orchesters erstrahlendes Konzeptalbum über Zukunft und Zukunftsängste, die Idee der Humanität und die Sorge davor, dass letztlich alles den Bach runtergeht. Am Montag präsentiert Dillon seinen irdischen Space-Trip live in Wien; im Vorprogramm spielt die holländische Band The Black Atlantic akustisch gehaltenen Indiepop mit Folkeinschlag. GS

Chelsea, Mo 21.30


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