Die Grenzen des Bildes überschreitend

Lexikon | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Die Malerei von Katharina Grosse ist im wörtliche Sinne raumgreifend: Sie bahnt sich ihren Weg Außenfassaden entlang, durchzieht Innenräume, erobert Styroporobjekte, Aluminiumtafeln und Erdhaufen. Selbst wenn die Künstlerin aus Deutschland, wie derzeit in Wien, ihre farblich intensiven Kompositionen auf Leinwand bannt, scheint der Bildinhalt stets aus seiner Begrenzung heraus zu drängen oder den Bildgrund aufzureißen. Grosse arbeitet mit Industriefarben, die sie mit Pinsel oder Airbrush-Pistole aufträgt, streut Erde auf die Bildflächen und erzeugt dadurch ein wunderbar ambivalentes Wechselspiel zwischen illusionistischer Tiefe und faktischer Oberfläche. MJ

Galerie Nächst St. Stephan, bis 7.11.


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