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Im Hexenkessel von New York: „Mean Streets“

Lexikon | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Es sind Szenen seiner eigenen von Gewalt geprägten Jugend, die Martin Scorsese in seinem ersten Mafiafilm verarbeitet hat. „Mean Streets“ (1973) handelt von jenem amerikanischen Traum, demzufolge alle meinen, ganz rasch sehr reich werden zu können; und wenn sie es auf legalen Wegen nicht schaffen, dann eben auf illegalen: „De Niro als streunender Hund, irre vor Übermut und Wut, und Harvey Keitel als sein scheiternder Schutzengel, ewig bedrückt, lauernd, wölfischer Diplomat in jener Mafia-Neighborhood, in der beide nur Handlanger sind.“ (Harry Tomicek) – Ein frühes Meisterwerk voll juveniler Spielfreude, zugleich ein beinahe anthropologisches Traktat über das Leben in Little Italy, dem Hexenkessel von New York. MO

Österreichisches Filmmuseum, So 21 (OmU)


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