Buch der Stunde

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Ich erinnere mich genau. Der bewölkte Himmel, die Gulaschkanone, sein blauer Regenschirm, der Trachtenjanker, die Joop-Jeans, das rosa Hemd und dass er noch immer meinen Namen wusste., Thomas, schön, dass du da bist.‘ Ein Zeitlupenmoment, wie wir später sagten. (...) Und ich wich nicht mehr von seiner Seite.“ So beginnt David Schalkos (Jg. 1973) neues Buch „Weiße Nacht“. Auffälligerweise nicht als Roman gekennzeichnet, erzählt es die Geschichte einer homoerotisch gefärbten Männerfreundschaft und Seelenverwandtschaft – präziser: ebenjener Seelenverwandtschaft zweier Lebensmenschen, die Österreich im Vorjahr so stark beschäftigt hat.

Stefan Petzner heißt bei Schalko Thomas, für Jörg Haider braucht es keinen Namen. Er ist einfach da – als Lichtgestalt, die auch mit Tieren sprechen kann, als Heilsbringer und Erlöser. Vom Turm des Strandbads aus stellt er seinem Volk die Frage: „Wollt ihr die bedingungslose gute Laune?“ Beim Schwur unter Getreuen wird Udo Jürgens


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