Seinesgleichen geschieht

Paradoxe Politik: die Sozialdemokratie und die unsolidarischen Minderleister

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Das war wieder ein Wochenende, wie eine Umfrage unter Kanzler Gusenbauer! Nur war es diesmal nicht virtuell, es war Realität. Der Zusammenbruch der Sozialdemokratie rastet nicht, er macht nur da und dort Halt, zuvor in Vorarlberg und in Salzburg, bald auch in der Steiermark und sonst wo. In Oberösterreich haben sich die Meinungsforscher ein bisserl getäuscht, in Deutschland aber kaum. Dort sagten sie der SPD das schlechteste Ergebnis seit 1945 voraus. Nur wollte die es nicht hören, weil ihr Kandidat in der TV-Diskussion besser abgeschnitten hatte als die müde Kanzlerin. So kann man sich täuschen.

In beiden Fällen müsste man nicht ins Welthistorische greifen, um die Schlappen zu erklären (aber man kann, und es hilft, siehe Raimund Löw, Seite 7). Die SPD wurde noch einmal für Gerhard Schröders Politik abgestraft, der Sanierungsmaßnahmen mit dem Gestus des neoliberalen Kraftmeiers durchzog, da nützte Parteichef Müntefering der rhetorische Heuschreckenschmuck wenig. Dass Steinmeier

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