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Pressekolumne

Medien | Martin Gantner | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Exklusiv im Falter: So sparen Sie eine Minute Nettolesezeit am Morgen! Denn wer kennt ihn nicht, diesen furchtbaren Gratiszeitungsstress auf dem Weg zur Uni, in die Schule oder in die Arbeit. Kaum bewältigbare Informationslawinen für umsonst. Wer dann noch Standard oder Presse lesen möchte, muss früh aufstehen. Effizientes Zeit(ungs)management ist hier gefragt. Wer zum Beispiel die U-Bahn-Zeitung Heute von morgen lesen möchte, kann morgen auch die Bild von gestern durchpflügen. Oder aber, man liest die Bild schon heute, um sich Heute morgen überhaupt zu sparen. Den Ösi-Faktor bekommen Sie dann auch in Österreich oder in den Großformaten. Die Kollegen von der Gratiszeitung dürften das scheinbar ganz ähnlich machen: zuerst Bild lesen und dann Heute schreiben. So finden sich im Heute von vergangenem Mittwoch gleich drei Geschichten aus der Bild vom Vortag. Ein altes Journalistengesetz besagt jedoch: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Man möchte hinzufügen: noch dazu, wenn die Zeitung Heute heißt.


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