Sie wollen doch nur spielen: wie die „Game City“ Tausende ins Rathaus lockt

Medien | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Selten sah man so viele junge Menschen im Rathaus wie vergangenes Wochenende. Kein Wunder, die „Game City“, die Wiener Computer- und Videospielemesse, fand zum dritten Mal statt. Besucher hatten die Möglichkeit, kostenlos aktuelle und bald erscheinende Spiele auszuprobieren, den echten Profis beim Zocken zuzusehen oder mehr über die Computerspiele zu lernen, etwa in Diskussionsrunden mit Experten oder gar der Fachtagung „Future and Reality of Games“ („FROG“), die parallel zur öffentlichen Spielemesse stattfand. Auf dieser sprachen Experten wie Cheryl K. Olson oder Scot Osterweil vom Massachusetts Institute of Technology.

53.000 Menschen besuchten zwischen Freitag und Sonntag das Rathaus. Die „Game City“ versucht auch, Eltern einen besseren Einblick zu geben, was ihre Kinder überhaupt vor dem Gerät machen. Dementsprechend jung war auch das Publikum: In Rudeln kamen die Teenager, Kleinfamilien wanderten durchs Rathaus.

Viele der ausgestellten Spiele sind auch dezidiert für die gesamte Familie gedacht. Das ist einer der Trends am Spielemarkt: In den vergangenen Jahren hat die Gaming-Industrie ihre Produktpalette erweitert und immer mehr „Casual Games“ produziert. Diese sprechen nicht die eingefleischten Videospieler an, sondern oft auch ältere Konsumenten oder Mädchen. Musikspiele wie „Rock Band“ oder Sportgames wie „Wii Sports Resort“ sind klassische Casual Games.

Wer bösartige Aliens abknallen wollte, musste das in eigens abgetrennten Räumen für Spiele ab 16 und 18 Jahren tun.

Ernst ging es auch bei den nationalen Finalspielen der World Cyber Games zu. Die Teilnehmer kämpften darin um einen Platz im Finale der Cyber Games, quasi die Computerspielolympiade. Sie finden von 11. bis 15. November in der chinesischen Stadt Chengdu statt. Die Finalisten spielen dort um ein Preisgeld von insgesamt 500.000 US-Dollar.


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