Es spukt im Mekka der Tausendfüßler

Feuilleton | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Wie Darwin-affin war Wien? Eine Forschungsreise zum Ursprung der Evolutionstheorie durch die Höhlen des Naturhistorischen Museums

Forschungsreisender: Matthias Dusini

Vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren. Vor 150 Jahren, am 24. November 1859, veröffentlichte er sein Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“. 30 Jahre später, 1889, wurde das Naturhistorische Museum (NHM) eröffnet, zu einem Zeitpunkt also, als der Darwinismus seinen Zenit erreichte. Wenn das NHM seinerzeit auf dem neuesten Stand der Wissenschaft war, müsste es also ein darwinistisches Museum sein. Um diese Hypothese zu überprüfen, begaben wir uns auf eine mehrtägige Expedition.

Tag 1

Die Erkundungsreise beginnt an der Außenfassade. Und tatsächlich findet sich unter den Forscherköpfen auf der Ringseite auch der Darwins. Beim Studium der Reliefs im Inneren werden wir ebenfalls fündig. Ein Affe hält einem Knaben einen Spiegel vor. „Was, mit dir soll ich verwandt sein?“, scheint er zu fragen und reibt sich


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