„Bleiben Sie bitte bis zum Schluss“

Feuilleton | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Nikolaus Leytners Wien-Krimi „Der Fall des Lemming“ ist alte, schlechte Ö-Film-Schule

Rezension: Michael Omasta

Der eigentlichen Geschichte ist ein Prolog vorangestellt. Wallisch und Krotznig, zwei Kieberer in Zivil, stellen im Prater einen kleinen Ganoven. Wallisch hat den Gesuchten schon fast so weit, dass er seine Pistole fallen lässt und sich ergibt, als Krotznig diesen ohne Vorwarnung über den Haufen schießt.

Abends beim Wirten haut Wallisch dem Krotznig die Polizeimarke hin. Woraufhin der Krotznig, die Krätzn, den Wallisch als Lemming bezeichnet, der sich freiwillig ins Unglück stürze. Der kontert, dass er im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten noch beide Eier habe, zieht sich zum Beweis nackert aus und geht hinaus in die verregnete Nacht.

Ungefähr ein Jahr später fängt eine neue Geschichte und mit ihr der Film noch einmal von vorn an. Wallisch, der sich inzwischen als Privatdetektiv verdingt, beschattet einen gewissen Dr. Grinzinger, wie man später erfährt, ein Lateinlehrer


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