Urwaldrebellion in Westernbildern

Feuilleton | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

„Birdwatchers“ erzählt einen Konflikt zwischen Indios und Großgrundbesitzern in Brasilien

Rezension: Joachim Schätz

Die Botschaft kommt zum Schluss. Im Nachspann von „Birdwatchers“ wird darum geworben, die indigene Bevölkerung Lateinamerikas bei der Rücknahme von Landflächen zu unterstützen. Das vielleicht Erstaunlichste an diesem ziemlich erstaunlichen Film ist, wie seine Erzählung zu diesem Appell hindrängt, ohne sich in ihm zu erschöpfen.

Der geschilderte Grundkonflikt ist denkbar einfach: Ein Grüppchen von brasilianischen Indios schlägt sein Lager auf dem Feld eines Großgrundbesitzers auf. Aber die folgende Konfrontation zweier unversöhnlicher Nutzungsansprüche zerfällt schnell in viele kleinere Streit- und Austauschbeziehungen: Während der zähe Nervenkrieg zwischen Grundbesitzer und indígenas in jeder Fraktion Risse hervortreten lässt, sind die Jungen beider Lager vor allem neugierig auf das jeweils andere.

Anstatt brav eine Agenda auszumalen, verschiebt und

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