Ideen wachsen lassen

Stadtleben | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Das junge Designduo mischer’traxler erforscht das gestalterische Talent der Natur

Porträt: Maik Novotny

Ein präzise geschweißtes, mannshohes Stahlgerüst. Darin fein austariert aufgehängt, wickeln Spulen dünne Fäden ab, die erst in dunkelgrüne Farbe, dann durch Leim tauchen, um sich schließlich in changierenden Farbschlieren um einen sich permanent drehenden Zylinder zu spulen. Strahlt die Sonne stärker, dreht sich der Zylinder schneller, der Fadenwulst beult aus und wird heller. Das alles obendrein völlig lautlos, da durch Solarzellen angetrieben. Die Besucher der Ars Electronica in Linz verharren staunend vor diesem mysteriösen und gleichzeitig offensichtlichen Mechanismus, der ein wenig an Versuchsaufbauten im Physikunterricht erinnert.

Erst auf den zweiten Blick fallen der elegante Lampenschirm und die schlichte, schöne Sitzbank auf, die gleich daneben drapiert sind. Und erst auf den dritten Blick entpuppen sich diese Möbelstücke als Resultat der Maschine. „The Idea of


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige