Rapid, offene Stadt

Stadtleben | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Der Fußball und seine Fans verbessern weder, noch verbösern sie das Land

Analyse: Johann Skocek

Thomas Bernhard hatte nicht nur zu Auszeichnungen, sondern auch zum Fußball eine gestörte Beziehung. Als ihm 1970 der Georg-Büchner-Preis verliehen wurde, begründete er seine Aversion: „Dem Sport ist zu aller Zeit und vor allem von allen Regierungen aus gutem Grund immer die größte Bedeutung beigemessen worden: Er unterhält und benebelt und verdummt die Massen; vor allem die Diktatoren wissen, warum sie immer und in jedem Fall für den Sport sind.“

In Österreich herrscht zwar keine ausgesprochene Diktatur, aber an der Behandlung des Dopings (und des ÖOC) in den Medien und in der Politik lässt sich die hohe symbolische Bedeutung des Themas „Sauberkeit im Sport“ ablesen.

Die moralisierende Hysterie ruht auf dem pädagogisch verbrämten Vorurteil, der „Sport“ im Allgemeinen und speziell Mannschaftssportarten wie der Fußball würden „den Menschen“ bilden.

Gute Sportler wie


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