„Ich schreibe mit meinem Herzschlag“

Steiermark | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Der neue Stadtschreiber Fiston Mwanza spricht über seine Heimat, den Kongo, und hegt große Pläne für Graz

Interview: Maria Motter, Donja Noormofidi

Fiston Mwanza hat die ganze Nacht durchgearbeitet und wirkt trotzdem ganz munter, als er die Stiege hinaufläuft, um die Gartentür des Cerrini-Schlössls zu öffnen. Manchmal arbeite er bis zum Morgen und schlafe tagsüber, dann sei es wieder umgekehrt, erzählt er: „Die Personen im Text sagen mir, dass ich weitermachen soll.“ Der 28-jährige Autor aus der Demokratischen Republik Kongo amtiert seit wenigen Wochen als Grazer Stadtschreiber. Jahr für Jahr vergibt die Stadt ein Stipendium an einen Autor, der dadurch die Möglichkeit hat, literarische Projekte zu verwirklichen und mit der lokalen Kulturszene in Kontakt zu treten.

Fiston Mwanza will in Graz seinen ersten Roman beenden und arbeitet parallel an einem Theaterstück sowie an einem Projekt mit Gefangenen. In seinen Texten spielen die Themen Gewalt, Armut und Exil eine große Rolle.


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