„Macbeth“ im Schauspielhaus: Große Töne!

Steiermark | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Anna Badora startet mit einem actionreichen Shakespeare ins neue Jahr. Das Ensemble hat es dabei nicht wirklich leicht

Theaterkritik: Hermann Götz

Breite Akkorde mit vibrierenden Bässen, dramatisch steigende Sequenzen: Von Anfang an hält die Musik Anna Badoras Macbeth-Inszenierung in Atem. Und das Bühnenbild von Raimund Orfeo Voigt spielt alle Stücke, zwingt gehetzte Soldaten auf den Boden, bestimmt den Fokus, der zuerst nur kleine Ausschnitte freigibt, in denen sich ein Gemetzel zu blutigen Tableaux Vivants verdichtet. Eine fast filmische Qualität bestimmt diesen beeindruckenden Einstieg, mit dem Badora die Schlacht skizziert, aus der Macbeth als brutaler Sieger hervorgeht.

Shakespeares finsteres Tyrannendrama ist keine leichte Kost. Badora präsentiert sie als Geschichtenerzählerin, als zeitgenössische Arrangeurin eines zeitlosen Stoffs. Die Tragödie um den schottischen Feldherrn, der nach einer Prophezeiung dreier Hexen zum Vollzugsgehilfen seines eigenen Schicksals wird, instrumentiert

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