Mit Andy, Elvis, Jackie und Marilyn sollte das Grazer Kunsthaus nun vom Publikum gestürmt werden

Steiermark | aus FALTER 40/09 vom 30.09.2009

Kunstkritik: Ulrich Tragatschnig

Wie gelingt der Spagat aus künstlerischem Anspruch, Zeitgenossenschaft und Publikumsmagnet? Hier das Rezept: Man nehme einen Künstler, der anspruchsvolle Kunst macht, einen Zeitgenossen und einen, dessen Werke jeder einmal gesehen haben muss, um einigermaßen friedlich und froh weiter existieren zu können, mixe das Ganze einmal heftig, fertig. Ohne dem Kunsthaus solch strategisches Kalkül zu unterstellen: Ökonomisch macht die Ausstellung „Warhol Wool Newman. Painting Real“ jedenfalls Sinn. Die Siebdrucke Andy Warhols – die „Licorice Marilyn“, der „Double Elvis“ oder die Jackie-Kennedy-Porträts – werden viel Publikum anlocken, die überwältigenden Farbfeldmalereien Barnett Newmans werden kunsttheoretische Fragen aufwerfen – etwa „Soll mir das Angst machen?“ – und die Textbilder Christopher Wools werden bestätigen, dass alles noch viel hintersinniger sein könnte, als zunächst vermutet. Beispiel: „Fuck ’em if they can’t

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