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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Roman-Debüt

Bernhard Moshammer: Zeit der Idioten. Milena, 186 S., € 17,90

Als Musiker hat sich Bernhard Moshammer alias Börn schon einen Namen gemacht. Mit seinen Liedern stellt er neben Ernst Molden eine der bemerkenswerteren Gestalten der heimischen Singer/Songwriter-Szene dar. Wie der Kollege hegt Moshammer auch literarische Ambitionen, und die Musik spielt in seinem Debüt passenderweise auch eine große Rolle (sogar Bob Dylan himself hat einen Cameoauftritt). Die Überlegungen des geplagten Ich-Erzählers zum Songschreiben und die Kraft der Musik gehören denn auch zu den stärksten Passagen.

Davon abgesehen funktioniert „Zeit der Idioten“ bedauerlicherweise aber so gut wie gar nicht. Die Konstruktion ächzt, und der Erzähler geht einem ob der häufigen Wiederholungen von Phrasen wie „Es klingt jetzt vielleicht blöd, aber“ recht bald auf die Nerven. Auch ist die Story heillos überladen und die Schilderung einer Welle von Selbstmordanschlägen, die den Terror nach Österreich


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