Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft – was übrigens auch gilt, wenn die Ruhe eine trügerische ist, weil es unter der Oberfläche ordentlich brodelt. Die reformierte neuseeländische Postpunk- und LoFi-Ikone The Clean ist dafür mit ihrem neuen Album „Mister Pop“ (Morr) ein wunderbares Beispiel. Verträumt und schwelgerisch klingen diese bei aller Harmonieseligkeit gerne ein wenig gegen den Strich gebürsteten Lieder, dann packt sie doch wieder der Zug nach vorne. Sixtiespop, Folk, Psychedelic und Krautrock spielen eine Rolle; die Rhythmusbox klopft stoisch, die Orgel orgelt markant, akustische und elektrische Gitarre treiben anregende Spielchen miteinander, und unschuldig-schmachtend vorgetragene Textzeilen wie „Are you really on drugs?“ komplettieren das kleine Glück.

Das große, breitwandige Glück im Zeichen edler Popmelancholie hält „The First Days of Spring“ (Mercury) bereit, das neue Album des britischen Quartetts Noah And The Whale. In seiner Grundstimmung getragen,


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