Die Rechte, die sie meinen

Politik | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Die FPÖ lädt Jungwähler zu Menschenrechts-Seminaren. Es geht um kommunistische Lesben und die Todesstrafe

Besuch: Anna Sawerthal

Erschießung beim Fluchtversuch oder Vergewaltigung auch nur anzudrohen ist Folter. „Sanfte“ Folter. Sie schändet die Psyche und nicht den Körper. Katharina Grieb weiß das aus eigener Erfahrung. Im sowjetischen Moskau verbrachte sie einige Wochen im Gefängnis, weil sie als Spionin Briefe in die Sowjetunion überstellte. Sie hat etlichen Menschen die Ausreise aus der UdSSR ermöglicht. Bis sie verhaftet wurde. Ihre Kontaktmänner wurden aber nicht erwischt. „Ich habe nie Schatten geworfen“, sagt sie, nicht ohne Stolz, und wirft ihr schulterlanges Haar in den Nacken.

„Wozu Gutmenschen und offizielle Stellen schweigen“ heißt der Untertitel ihres Seminars. Es ist Teil einer Reihe von Gratisseminaren des Bildungsinstituts der FPÖ, die sich konkret an Jungwähler richten. Auf dem Programm stehen: „EU – Segen oder Fluch?“, „Sicher gekonnt kommunizieren“


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