„Man wollte mich fertigmachen“

Medien | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

ORF-Journalisten beklagen Interventionen des Glücksspielkonzerns und Ö1-Kooperationspartners Novomatic.

Bericht: Florian Klenk

Als die ORF-Journalistin Christine Grabner, 37, neulich in ihrer Wohnung das Licht aufdrehen wollte, blieb es finster. Ein Kurzschluss, dachte Grabner. Doch der FI-Schutzschalter war oben. Sie legte sich zu Bett.

Am nächsten Tag floss immer noch kein Strom. Grabner rief den Hausverwalter, der öffnete einen versperrten Sicherungskasten am Gang und fragte: „Haben Sie Feinde?“ Irgendwer hatte Grabners Sicherungen gestohlen.

Grabner grübelte. Feinde? Sie? Es war wohl ein Lausbubenstreich. Ganz sicher ist sich Grabner nicht. Schließlich arbeitet sie zum dritten Mal an einer „Schauplatz“-Dokumentation über die Geschäfte des niederösterreichischen Glücksspielgiganten Novomatic.

Grabner zählt nicht zu jenen Journalisten, die sich von der Novomatic auf PR-Reisen zu Glücksspielmessen nach London einladen lassen, um danach freundliche Berichte zu verfassen.

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