Wölfe, Bräute und Schläge auf den Sack

Feuilleton | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Die Redaktion empfiehlt: Highlights aus der Viennale-Schau „The Unquiet American“ im Filmmuseum

Diese Retrospektive demonstriert, dass Blödheit im US-Kino nicht bloß Gegenstand der Satire, sondern selbst Erkenntnismedium ist. Ein diesbezügliches Musterexempel ist der jüngste Spielfilm der Reihe. Mit konsumkritischem Furor und Spaß am Hirnsausen zugleich malt „Idiocracy“ eine Dystopie flächendeckender Verdummung aus. Ein einfältiger Normalo (perfekt besetzt: Luke Wilson) wacht nach einem gescheiterten Army-Experiment im Jahr 2505 auf und wird, als nunmehr intelligentester Mensch der Welt, zuerst polizeilich verfolgt, dann zum Berater des Präsidenten ernannt.

Mike Judge, das Hirn hinter „Beavis & Butt-Head“, inszeniert die blöde neue Welt als deftige Verlängerung von Corporate America: Ein Energydrink hat Wasser vom Markt verdrängt, Starbucks auf sexuelle Dienstleistungen umgestellt. Im Fernsehen zeigt die Serie „Ow! My Balls!“ Genitalschläge am laufenden Band. In


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