Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 4: Wer das „Weiße Album“ schimpft, ist doof. Und George ist lieb!

Feuilleton | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Enthusiasmus-Serie: Klaus Nüchtern

In dem an sich sehr lesbaren Reclam-Heft über „The Beatles“ lässt sich Autor Peter Kemper, der offenkundig der Spezies der „Sgt. Pepper’s“-Fetischisierer angehört, zu einigen herablassenden Auslassungen über „The Beatles“ (aka „Weißes Album“) hinreißen: „Insgesamt“ gebe es doch „wenig Neues“ darauf zu entdecken, sonnige Stücke würden „zusammenhanglos neben dunklen Leidenschaften von Songs“ auf einem Album stehen, auf das auch so „läppische Liedchen“ wie „Don’t Pass Me By“ und „Piggies“ Eingang gefunden hätten.

With all due respect, aber das lappt schon zart ins Deppenfäustlingshafte. Wie vernagelt muss man sein, um den Charme der Tiere-Trilogie („Blackbird“, „Piggies, „Rocky Racoon“) zu überhören? Und was hat jemand zwischen den Ohren, der den Kontrast zwischen „sonnigen“ und „dunklen“ Stücken als Makel anstatt als ästhetisches Konstituens des „Weißen Albums“ begreift?! „The


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