Wie uns die Pappn gewachsen ist

Feuilleton | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Das Mödlinger Hip-Hop-Trio Die Vamummtn blödelt sich in die Charts. Mit Schmäh, Wiener Slang und Neoprenmasken

Porträt: Florian Obkircher

Das Konzept ist so einfach wie gut. Fast zu gut für unsere angepassten Popverhältnisse: Drei Typen maskieren sich, nennen sich Die Vamummtn. Sie picken sich aus dem Überangebot an heimischen Peinlichkeiten (Krocha, „Starmania“ usw.) die Rosinen heraus und ziehen diese nach allen Regeln der Sprachkunst durch den Kakao.

Den Unterbau ihrer Persiflagen bilden Hip-Hop-Beats, die Sprache ihrer Wahl ist der Wiener Slang. „Drahts eichan Sender zua, in Ö3 ah glei, bitte gebts a Ruah“, schießen Die Vamummtn in Richtung ORF, mit Zeilen wie „Meine Moves, die san Mörder, bamm, i geh ab wia a Gstörter“ verhöhnt das Trio den Krochahype.

Mit dieser Authentizität und dem Humor auf Kosten von Konsensopfern ist das Mödlinger Trio zum Liebkind der heimischen Musikszene avanciert. Ihre „Krocha Hymne“ hat ihnen via Publikumsvoting eine Nominierung


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