Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

... dass in der Triester Straße ein Haus besetzt wurde. Einige Tage soll das Abbruchobjekt nun der Gruppe Hausprojekt für Diskussionen und Partys dienen. Im Gefolge von „Pankahyttn“ und Wagenplatz regt sich die Hausbesetzerszene der Stadt wieder.

… dass die Einspruchsfrist gegen den Ausbau des slowakischen AKW Mochovce seit Dienstag ausgelaufen ist. Laut Gemeinde haben rund 100.000 Wiener Einspruch erhoben – wohl hauptsächlich auf Initiative der Gemeinde selbst, die das AKW als Gefahr sieht und mit großangelegten Postwürfen dafür warb, vom Einspruchsrecht Gebrauch zu machen. Dass Österreich bis zum Jahr 2000 Atomstrom vom ukrainischen Schrottreaktor Tschernobyl bezog, wurde bei dieser Kampagne nicht erwähnt. Liegt ja auch etwas weiter als Mochovce ...

… dass am Samstag in ganz Österreich die Sirenenanlagen getestet wurden. Sollten also die kaltblütigen Slowaken von den besorgten Wienern unbeeindruckt bleiben, dann informieren immerhin 180 Hörner in Wien über den anrückenden Super-GAU. Nur ein einziges war fehlerhaft.

... dass die Drohung eines Schulamoklaufs in Neubau glücklicherweise nur Drohung blieb. Jemand hatte die Attacke auf einer Klassentafel angekündigt. Am bewussten Tag, vergangenen Freitag, war die Schule von Sicherheitskräften schwer bewacht, viele Schüler waren zuhause geblieben. Es geschah aber nichts.

... dass ein Wiener Polizist zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt wurde. Der Beamte hatte im Vorjahr an einem Unfallort einen völlig betrunkenen Kollegen außer Dienst angetroffen – und aus Berufssolidarität auf einen Alkotest verzichtet.


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