Tu felix Austria, dope

Stadtleben | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Bei Humanplasma wurde auf höhere Weisung hin gedopt. Angeblich zum Wohle der Nation. Aus dem Staatsdoping wurde ein internationales Unterfangen

Bericht: Gerd Millmann

Am 22. September 2009 flog das Lügengebäude auf. Das Wiener Unternehmen Humanplasma gestand öffentlich, 30 Sportlern zwischen 2003 und 2006 Blut abgenommen zu haben. Weiters räumte die Plasmabank ein, dass die dabei erwirtschafteten 300.000 Euro nicht versteuert wurden. Und dass sie heuer eine Selbstanzeige bei der Finanz getätigt und inzwischen die Steuerschuld beglichen hat. Damit war das fast zwei Jahre dauernde Leugnen von Humanplasma Makulatur.

Abschwächen, heißt jetzt die Devise des Unternehmens. Ja, man habe den Sportlern Blut abgenommen. Ja, es wurde auch bearbeitet und gelagert. „Aber Doping liegt erst vor, wenn es dem Sportler wieder zugeführt wird. Und das hat Humanplasma nicht getan“, sagt Unternehmenssprecherin Michaela Eisler. Nur logisch, denn Radprofi Bernhard Kohl hat seine leistungssteigernden zusätzlichen


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