Das Prinzip Blutdoping: Mehr Blut, mehr rote Körperchen, mehr Energie

Stadtleben | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Je mehr rote Blutkörperchen, desto mehr Sauerstoff kann das Blut transportieren und desto besser wird die Ausdauer. Aber Blutmanipulation gilt als Doping, weil die roten Blutkörperchen im Schlaf verklumpen und dadurch Schlaganfälle und Herzinfarkte verursachen können. Viele Sportler greifen trotzdem zu Epo, das die Produktion der Blutkörperchen erhöht. Seit 2000 kann Epo aber nachgewiesen werden, deshalb weichen Schummelathleten gerne auf Eigenblutdoping aus, das bis heute nicht nachweisbar ist. Beim Eigenblutdoping wird außerhalb der Wettkampfsaison Blut entnommen. Die roten Blutkörperchen werden mittels Blutzentrifuge gesammelt, mit Glycerin versehen und tiefgekühlt gelagert. Der Blutzentrifugenhersteller garantiert zwölf Jahre Frische. Bei Gebrauch – also vor Wettkämpfen – werden die roten Blutkörperchen wieder infundiert. Bernhard Kohl benötigte 2008 drei Eigenblutauffrischungen, um die Tour de France als Gesamtdritter zu beenden.


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