Fußball

Was haben eigentlich alle gegen Andreas Ivanschitz?

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Andreas Ivanschitz ist einer der besten Kicker Österreichs, aber keiner mag ihn. Bei den Rapidanhängern ist der Burgenländer unten durch, weil er 2006 zum Erzfeind nach Salzburg wechselte, und die Fans der Nationalmannschaft haben ihn zum Sündenbock für alle Verfehlungen des Teams erkoren. Dass der neue Teamchef Didi Constantini Ivanschitz im Frühjahr nicht mehr einberufen hat, war vertretbar, weil er bei Panathinaikos Athen kaum spielte. Aber obwohl er inzwischen zu Mainz in die deutsche Bundesliga wechselte und dort ausgesprochen gute Figur macht, wurde er jetzt wieder nicht ins Nationalteam geholt. Vielleicht hätte Andreas Ivanschitz am Beginn seiner Karriere nicht verraten sollen, dass er Klavier spielen kann. Das Image des schöngeistigen Weicheis wird er jetzt anscheinend nicht mehr los.


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