Die Lang-Maschine

Steiermark | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Der Komponist Bernhard Lang ist beim musikprotokoll zu Gast. Ein Gespräch über Roboter, Zombies und die Sinfonie einer Großstadt

Interview: Tiz Schaffer

Man kann sich, wenn man Bernhard Langs Musik hört, ganz schön den Kopf zerbrechen. Darüber, wie Langs feines Spiel mit Wiederholungen, mit elektronischen Samples und Loops, mit Störungen und Improvisationen mit Gilles Deleuze und dessen Abhandlung über „Differenz und Wiederholung“ zusammenhängt, die auch programmatisch über der großen „DW“-Serie des Komponisten steht. Man kann darüber sinnieren, ob sein „differentes Wiederholen“ vielleicht einen Ausweg aus der „Ideologie des Neuen“ eröffnet, die gerade die „Neue Musik“ verfolgt – in einer Zeit, in der alle Klänge jederzeit zur Verfügung stehen. Man kann über das Vergessen bei John Cage nachdenken und über die Cut-up-Technik William Burroughs.

Man muss aber nicht. Bernhard Lang ist zwar auch eine Referenzmaschine, die komplexe Theorien ansaugt, er ist


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