Schwärme, Schäume, Schwaden

Steiermark | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Die Choreografin Mette Ingvartsen spürt im steirischen herbst dem Schaum des Lebens nach

Tanzkritik: Thomas Wolkinger

Nur auf den ersten Blick sind die beiden Arbeiten der jungen dänischen Choreografin Mette Ingvartsen, die sie im steirischen herbst unmittelbar hintereinander im Mumuth gezeigt hat, von unterschiedlichem Erkenntnisinteresse geleitet. Als Erstes erforscht sie in „Giant City“ die Bewegungsströme und Kommunikationen zwischen sieben Tänzerinnen und Tänzern in einer vorgestellten Landschaft, die auch eine Stadt sein könnte. Abgesehen von ein paar Fetzen Goldfolie und zwei farblich changierenden Leuchtdioden-Flächen kommt das Set ohne weitere Requisiten aus. Die Tänzer, anfangs erstarrt wie Plastikfiguren in einer Märklin-Stadt, pendeln sich nach und nach auf einen mysteriösen Rhythmus ein, bilden flüchtige Muster hinsichtlich Ausrichtung, Intensität und Geschwindigkeit, die ebenso beiläufig wieder zerfallen, wie sie entstanden sind. Stadtneurotiker unter sich?


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