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Steiermark | Maria Motter | aus FALTER 41/09 vom 07.10.2009

Feinschmecker gegen das Aussterben

Wer mit Rind vor allem bei Tisch zu tun hat, hält das Murbodner Vieh leicht für ein Hochlandrind. Doch ein Besuch am Hof von Anna und Johann Hörzer bei Übelbach macht augenblicklich klar, dass die semmelfarbenen bis fuchsroten Murbodner nicht zur Familie der zotteligen aus dem Ausland importierten Tiere gehören. „Das Murbodner Rind ist eine alte heimische Traditionsrasse“, erklärt Anna Hörzer. Am Kaiserhof durfte der Tafelspitz unter Franz Josef nur vom Fleisch eines Murbodner Rindes zubereitet werden. Als Arbeitstier waren die Ochsen bei steirischen Bauern bis in die Fünfzigerjahre beliebt, auch in extrem steilen Lagen fühlen sich die Rinder wohl. Doch in den letzten Jahrzehnten schwand der Bestand auf existenzbedrohende 500 Tiere. Was war passiert? „Beginnend 1968 mussten Landwirte auf Fleckvieh umstellen. Quantität ging vor Qualität. Aber mein Vater hat sich gewehrt, gesagt, er stellt eher die Milchlieferung ein, als sich von den Murbodnern


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