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20 Jahre Mauerfall — Zeitgenossen im Gespräch

Lexikon | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Wir sind ein Volk“, dieser Ruf war in den Städten Ostdeutschlands vor 20 Jahren deutlich zu hören. Die Straßen gesäumt von Großdemonstrationen, drängten die Menschen auf eine Öffnung des Eisernen Vorhangs. Joachim Gauck war damals Mitglied der DDR-Bürgerrechtsbewegung Neues Forum und als Pfarrer an der Organisation der wöchentlichen Friedensgebete maßgeblich beteiligt. Diese galten als Ausgangspunkt für die friedlichen Aufmärsche. Nach der Vereinigung leitete Gauck jene Behörde, die mit der Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen beauftragt wurde und damit einen wichtigen Beitrag für die Vergangenheitsbewältigung leistete. Der Schriftsteller Lutz Rathenow gründete in 70ern den „Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena“. Oftmals wurde er für sein oppositionelles Engagement verhaftet, dennoch blieb er in Ostdeutschland und lehnte Ausreiseangebote der DDR-Behörden ab. Im Gespräch mit Michael Kerbler und Alexandra Föderl-Schmid ziehen die beiden Zeitzeugen eine Bilanz über die politische Metamorphose Europas. BK

Radiokulturhaus, Großer Sendesaal, Sa 18.30


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