TheaterKritik

„Macbeth“ im Schauspiel-haus: große Töne!

Steiermark | Hermann Götz | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Anna Badora ist im September mit einem actionreichen Shakespeare in die Saison gestartet. Shakespeares finsteres Tyrannendrama „Macbeth“ ist keine leichte Kost. Die Tragödie um den schottischen Feldherrn, der nach einer Prophezeiung dreier Hexen zum Vollzugsgehilfen seines eigenen Schicksals wird, instrumentiert Badora mit einem Schwerpunkt auf die inneren Abgründe dieses dunklen Protagonisten und seiner ehrgeizigen Lady. Während Shakespeares mythische Geisterbahnfahrt, die der Fatalität des Geschehens ein schauriges Gesicht verleiht, bei Badora dubiosem Schrecken weicht, toben Claudius Körber und Verena Lercher als Tyrannenpaar von Furien gehetzt durch den Abend. Der vom Aufruhr des Gewissens begleitete Weg in den Wahnsinn ist das Zentrum dieser vom Bemühen um psychologisch realistische Darstellung geprägten Regie.

Schauspielhaus Graz, So 15.00


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