KunstTipps

Rasterplan und Sprossenwand

Steiermark | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

In der Aufarbeitung modernistischen Erbes ist der Grazer Kunstverein nun über mehrere Ausstellungsjahre geübt. Dass das einfühlsame Spiel mit dem schnörkellos schlichten Oberflächendesign im Dienste von Horizontale und Vertikale nun, als „Provisorisches Yoga“ betitelt, zum Exerzitium breiter Massen wird, ist nicht zu erwarten. Dennoch versucht der Kunstverein zu beweisen, dass nicht jedwede Formgestaltung gleichgültig ist. Und auch, dass noch viel Spielraum bleibt, wenn man strenge Gestaltungsvorgaben improvisierend zu umkreisen trachtet. Man muss dazu nur gewillt sein, die Dinge des täglichen Gebrauchs entgegen ihrer Logik zu benutzen. UT

Grazer Kunstverein, bis 19. 12.


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