Seinesgleichen geschieht

Schmerzwoche: Haider-Gedenken, zum Abschluss eventuell einen Föhnschaum

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Diese Woche ist Schmerzwoche. Kein Scherz. Gerade habe ich es im Radio gehört: Schmerzwoche. Eineinhalb Millionen Österreicherinnen und Österreicher leiden an chronischen Schmerzen, was oft zu Depressionen führt. Außerdem neigen die Betroffenen dazu, hieß es, den Schmerz so lange unbehandelt zu lassen oder selbst zu behandeln, bis er unerträglich wird. Der Sekretär der Schmerzgesellschaft heißt Kepplinger, er ist Primar, ich kann nichts dafür, er heißt wirklich so.

Eine Woche war ich weg. Die Rückkehr macht mir klar, dass auch ich ein Schmerzpatient bin, mein Schmerz heißt Österreich, meine Schmerzvermeidungsstrategie besteht im Schmerzenskeppeln. Für meine Krankheit gibt es keinen Arzt, und der Schmerz ist zwar chronisch, aber auch nicht unerträglich. Ich habe meine Therapie gegen ihn in langjähriger Haus- und Schreibtischarbeit entwickelt. Ja, ich gestehe, ich bin Schmerzenskepplinger.

Die Rückkehr macht den Schmerz wieder akut. Stechend flammt er auf, wenn ich den Fernseher

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