Kolumne

Wer Weltkonflikte abbauen will, muss Barack Obama stärken

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Friedensnobelpreise werden in der Regel mit unverbindlichem Wohlwollen aufgenommen. Dissidenten bringt der Spruch des Osloer Komitees ein gewisses Ausmaß an Schutz. Aktiven Politikern verleiht die Würdigung die Patina des Historischen. Henry Kissinger, der 1973 geehrt wurde, hätten viele lieber wegen des US-Einmarsches in Kambodscha vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt. Als ein „Schock“, der dem Empfänger mehr schadet als nützt, wie bei Barack Obama, ist der Nobelpreis noch nie empfunden worden. Die Rechte in den USA höhnt, der verhasste Präsident werde nur ausgezeichnet, weil er Amerika schwach erscheinen lässt. Aus Europa kommt die schulmeisterliche Kritik, gute Absichten und schöne Reden machten noch keinen Friedensstifter.

Tatsächlich bläst Barack Obama der Wind kräftig ins Gesicht. Das ultrakonservative Amerika ist zwar führerlos, aber nicht verschwunden. Townhall-Meetings zur Gesundheitsreform wurden von rechten Hasspredigern so umfunktioniert, dass das Land allen


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