„Panik wäre angebracht“

Politik | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Susan George, Attac-Gründungsmitglied und langjährige Greenpeace-Aktivistin, über die Krise der Finanz, des Klimas und der Linken

Gespräch: Stefan Apfl

Susan George prophezeite die Wirtschaftskrise. Gleichzeitig lag die Globalisierungskritikerin doppelt falsch: Anstatt auf die Subprimes tippte sie auf die hohe Staatsverschuldung der USA als Auslöser. Außerdem nahm sie an, dass die Politik aus der Krise lernen würde.

Falter: Sie werden in Wien einen Vortrag zu dem Thema „Wohin ist das Geld geflossen“ halten. Wohin ist es denn geflossen?

Susan George: Zurück zu den Banken. Damit wäre die Veranstaltung auch schon wieder zu Ende. Aber dahinter steht eine lange Geschichte, die in den 70er-Jahren mit dem Transfer von Reichtum von den Arbeitenden zu den Besitzenden begann. In ganz Europa wurden seither zehn Prozent des gesamten Bruttosozialprodukts von der Arbeit zum Kapital transferiert. Während die Investments der Besitzenden befeuert wurden, mussten sich die anderen Geld leihen.

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