Denen Liebhabern zur Ergetzung

Feuilleton | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Murray Perahia und András Schiff wandern durch Bachs Wunderwelt der Partiten

Interpretationsvergleich: Carsten Fastner

Es kommt, frei nach Albert Schweitzer, der Schilderung eines Waldes durch die Beschreibung seiner einzelnen Bäume gleich, was zwei der besten Pianisten unserer Zeit da gelungen ist: András Schiff und Murray Perahia haben sich in neuen Einspielungen auf den Weg durchs faszinierende Dickicht der „Clavier Übung I“ von Johann Sebastian Bach gemacht. Das ist, angesichts der Vielgestaltigkeit dieses Werks, eine der größeren Herausforderungen der Klavierliteratur.

Mit diesen knapp drei Stunden Musik demonstrierte Bach seine Meisterschaft in konzentrierter Form. Sechs Partiten, also sechs Abfolgen stilisierter Tanzsätze, umfasst die Sammlung, und innerhalb des strengen Normaufbaus dieser Suiten breitet der Komponist den ganzen Reichtum der musikalischen Stile, Formen und Satztechniken seiner Zeit aus.

Die Sonderstellung, die Bach selbst dem Kompendium beimaß, zeigt sich


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