Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 5: Ringo beklopft die Kuhglocke und macht immer alles richtig

Feuilleton | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Enthusiasmus-Serie: Klaus Nüchtern

Der Queen gegenüber stellte er sich – bandhistorisch korrekt – als „der Benjamin“ der Beatles vor, an Jahren aber war der Nachfolger von Pete Best der älteste Beatle. Richard Starkey, drei Monate älter als John Lennon, wuchs im Liverpooler Hafenviertel Dingle auf und hatte nach allen Maßstäben der Welt eine beschissene Kindheit. Nur das kränkliche Scheidungskind Ringo (wie er seit seinem 20. Lebensjahr gerufen wurde), das mehr Zeit im Spital als in der Schule verbrachte (weswegen er sich das Lesen und Schreiben auch nur mit Ach und Krach und der Hilfe einer Schulfreundin aneignete) mochte das nicht so sehen. Gesegnet mit einem Naturell, das ihn sogar gegenüber Pauleys grantigem Granddad mit dem giftigen Nussknackergrinsen freundlich bleiben lässt, beginnt er – auch das zu sehen in Richard Lesters Filmgroteske „A Hard Day’s Night“ – selbstvergessen zu strahlen, sobald er am Schlagzeug sitzt: An den Polkappen würde dieses Lächeln


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