Mit der Kamera nachts um halb zwei

Feuilleton | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Sabine Derflinger beweist ihre sichere Hand für schwierigste Momente und begleitet in Eine von 8 zwei krebskranke Frauen

Rezension: Michael Omasta

Eine von acht Frauen erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Alljährlich werden in Österreich rund 5000 neue Fälle diagnostiziert. Es ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in den Industrieländern. Jede dritte verliert den Kampf.

So weit die Statistik. Von ihr leitet sich der Titel des Films ab: „Eine von 8“. Ansonsten hat Sabine Derflingers neuer Dokumentarfilm mit statistischem Zahlenwerk genauso wenig zu tun wie mit den bräsigen Krankenreportagen, wie sie heute in kaum einem Fernsehmagazin mehr fehlen dürfen.

„Eine von 8“ ist eine überraschende Arbeit insofern, als sie die „üblichen“ Bilder und Klischees gekonnt umgeht, der nicht gerade einfachen Situation ihrer Protagonistinnen mit größter Selbstverständlichkeit begegnet und ihr zudem noch viel trockenen Humor abzugewinnen versteht.

Zwei junge Frauen, beide


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