Das große Intrigenspiel zwischen Politik und Gewalt

Feuilleton | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Erstaunlich gut gelungen: die Verfilmung des schwedischen Thrillerbestsellers „Verblendung“ von Stieg Larsson

Filmrezension: Michael Pekler

Er solle den Fall doch aufgeben, bevor er noch selbst infiziert werde, meint der alte Polizist zu dem Journalisten, den sein Auftrag in die schwedische Einöde geführt hat. Dieser Fall sei damals sein erster gewesen, vor 43 Jahren, und seither sei kein Tag vergangen, an dem er nicht über das mysteriöse Verschwinden der Frau nachgedacht habe.

Doch natürlich ist der Reporter, soeben wegen Verleumdung eines Spekulanten verurteilt, längst infiziert. Und von diversen Infektionen handelt auch dieser Film: von krankhaften Ansteckungen, von generationenübergreifendem Hass und einer lebenslangen Suche nach Gründen und Abgründen.

Ein bekanntes Szenario, vor wenigen Jahren auf knapp 700 Seiten ausgebreitet in dem Roman „Verblendung“, dem ersten Teil der sogenannten „Millennium“-Trilogie des schwedischen Bestsellerautors Stieg Larsson. „Män som

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