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Grundkurs Kochen (52)

Stadtleben | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Drück ab und zu den Finger rein, denn Karfiol muss bissfest sein

Karfiol ist bäh? Riecht nach Substandardwohnung, schmeckt nach schlechter Kindheit? Alles quatsch. Karfiol ist ein super Gemüse, ist gesund und jetzt wieder frisch zu haben. Und die Zubereitung ist auch ganz leicht.

Beim Einkaufen unbedingt auf die Frische achten, aber das sollte man sowieso immer. Das Gemüse darf halt nicht lätschert sein (Fingerprobe!), die Röschen schön weiß statt braun. Idealerweise kauft man beim Bauern am Markt ein. Musste man früher den Karfiolkopf immer noch eine Zeitlang in kaltes Salzwasser legen, damit Raupen und anderes Getier sich vertschüssen, hat er heute selten Untermieter; einfaches Abwaschen genügt. Blätter entfernen und vom Strunk her den Karfiol in einzelne Röschen zerteilen. Falls vorhanden im Dampfeinsatz über wenig Wasser garen, sonst in kochendem Salzwasser. Je nach Röschengröße dauert der Kochvorgang plus minus zehn Minuten, bissfest ist besser als zerkocht (erneut: Fingerprobe!), öfters nachschauen.

Was gibt’s dazu? Klassisch und schön schwer wären hierzulande „Bröseln“: Butter in der Pfanne zergehen lassen, Semmelbrösel darin leicht anrösten und über den fertiggekochten Karfiol geben. „Leichter“ wäre, nur etwas Butter, Salz und geriebene Muskatnuss über den fertigen Karfiol zu geben. Oder man gratiniert ihn mit – am besten: würzigem – Käse im Rohr. Und falls der Karfiol trotz allem verkocht ist: mit dem Stabmixer pürieren und eine Suppe daraus machen (Suppenwürfel, Muskat, Obers). cw


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