Blini vom Nordpol

Stadtleben | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Der böhmische Koch-Künstler Vratislav Krivák bereitet salzige Liwanzen zu

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner

Schneewittchen und die sieben Gartenzwerge, Lebkuchenherzen, winkende Glückskatzen. Alte Farbstiche, großformatige, abstrakte Gemälde, geblümte Plastiktischtücher und jede Menge knallbunte Gerbera. Das alles hineindrapiert in ein original 20er-Jahre-Interieur, das zum Teil schon windschief an den Wänden lehnt. Großartig! Wo? Am Nordpol 3, dem onirischen Zentrum böhmischer Küche in Wien. Zwischen Augarten und Nordwestbahnhof gelegen, sozusagen zwischen Sängerknaben, Edelporzellan und Endstation.

Seit mittlerweile sieben Jahren führt der Tscheche Vratislav Krivák das gleichnamige Lokal, ein ehemaliges Weinhaus, an besagter Adresse, und belebt dort „Großmutters Küche“ tagtäglich aufs Neue. Dass es sich dabei tatsächlich um die sprichwörtliche „Großmutterküche“ handelt, nämlich die seiner eigenen, macht die Sache noch authentischer.

Hier werden kulinarische


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